Schlagwort: soziale Lösungen

  • Wollt ihr uns für dumm verkaufen?

    Grafik mit Zaunmotiv: „… wollt ihr uns für dumm verkaufen?“ mit Logo Bündnis Görli Zaunfrei.

    Mittels einer dpa-Meldung will uns der Senat weismachen, dass der Görli erst ab März geschlossen werde. So sollen sich Anwohner*innen an den Zaun und die geplante nächtliche Schließung “gewöhnen”.

    Das ist natürlich Quatsch: noch am 14. Dezember 2025 antwortete der Senat auf eine kleine Anfrage, dass der Zaunbau im Dezember abgeschlossen sei. Dann werde der Park nachts geschlossen.

    Fakt ist:
    – an 16 Stellen fehlen Zaunelemente,
    – keines der Flügeltore hat eine Arretierung für den Boden (oder ein Schließsystem) und
    – an 6 Stellen fehlen Zaunabschlüsse an den Drehkreuzen!

    … sie sind also einfach nicht rechtzeitig fertig geworden und bekommen den Zaunbau genau so wenig hin, wie sich um die Lösungen für die sozialen Konflikte zu kümmern!

    Krass, dass sie das so plump zu kaschieren versuchen und die Öffentlichkeit (mal wieder) anlügen!
    Noch krasser ist aber, dass die dpa solche haltlosen Aussagen nicht überprüft oder hinterfragt -denn das wäre ihre Aufgabe gewesen!

    Wir werden uns nicht an den Zaun oder die geplante nächtliche Schließung “gewöhnen”!
    Wir werden gegen solche Maßnahmen klagen und dafür sorgen, dass der Mist wieder abgebaut wird!

    Der Görli bleibt auf!

  • Kiezrundgang

    Plakat „Kiezrundgang & Baustellenbegutachtung“, Sonntag 7. Dezember 2025, 18 Uhr, Wrangel Ecke Falckenstein, auf Gehweg mit Schriftzug „Der Görli bleibt auf!“.

    Zaun steht, Drehtor fehlt -das ständige Hin und Her dokumentiert die Ambivalenz bzgl. der Akzeptanz des Zauns und weiterer ausschließender Bauelemente…

    Im Ernst: die sozialen Konflikte rund um den Görli leugnet keine*r, alle wollen, dass sich was zum Positiven ändert.

    Warum ein Zaun und die nächtliche Schließung kein Teil einer Lösung sein werden, besprechen wir beim Kiezrundgang, direkt vor Ort!

    Sonntag, 7. Dezember 2025, 18 Uhr, Wrangelstraße Ecke Falckensteinstraße

  • Grüße aus Gießen!

    Menschenmenge in gelben Warnwesten bei einer Kundgebung; im Vordergrund ein Sticker „Der Görli bleibt auf!“ an einem Mast.

    AfD-Jugend blockiert

    Egal ab Barrieren in Köpfen, an Grenzen oder um den Görli – Für eine offene und solidarische Gesellschaft!

  • Drehkreuz Nummer 1

    Baustelle im Görlitzer Park: Zerlegte Zaunelemente liegen auf dem Boden, im Hintergrund arbeiten zwei Personen an einem mit Graffiti besprühten Torpfeiler.

    Aktuell werden die ersten Tore/Drehkreuze am Eingang Görlitzer Straße/Görlitzer Ufer installiert.

    Nachtrag: und so sieht es dann aus…. (wird kein Problem im Kiez lösen)

    Neu installiertes Drehkreuz-Tor aus grauen Metallstreben an einem Parkeingang, im Hintergrund Bäume.
  • Das Zäunchen am Görli

    Zollstock misst die Höhe eines Metallzauns am Görlitzer Park auf knapp 70 cm

    Der Zaun bzw. das Zäunchen wird immer mehr zur Lachnummer: keine 70 Zentimeter und das Ding wirkt auch nicht besonders stabil…
    Wegner wurde von der StraBE GmbH voll über den Tisch gezogen 🤡
    Dass dieses Vorgehen angesichts der sozialen Konflikte rund um den Görli nichts bringt, ist eh allen klar.

    The fence – or should I call it a fenceling? – is becoming more and more of a laughing stock. It’s not even 70 centimeters high and it is already looking pretty unstable.
    Wegner has been completely ripped off by StraBE GmbH.
    It’s obvious to everyone that this approach will not help, considering the social conflicts around Görli Park.

  • Kiezfilme im Kiezanker

    Ankündigung für einen Filmabend „Ab 18 Uhr schauen wir Filme aus dem Kiez“, Capital B 18–20 Uhr, Antifa 20 Uhr, Hintergrundbild mit Graffiti tanzender Figuren.

    Kino im Kiezanker: unter anderem mit zwei Kurzfilmen über den geplanten Zaun und die Situation im Görli…
    10 Jahre Kiezanker werden mit 10 Veranstaltungen gefeiert.

    Am Mittwoch den 17.09. mit Kiezfilmen über den Kiez, Themen im Kiez oder Leuten aus oder im Kiez -oder alles auf einmal!

    18 Uhr geht es los, kommt vorbei!
    Kiezanker 36, Cuvrystr. 13-14

  • Law&Order-Versuchslabor Görlitzer Park

    Jetzt also auch Kamera-Überwachung und Auswertung der Daten mittels künstlicher Intelligenz… Der Görli wird zunehmend zum Versuchslabor der Law & Order-Politik von CDU & SPD.

    Unscharfe Nachtaufnahme im Görlitzer Park: eine vermummte Person geht mit einem Hund über einen Weg, im Hintergrund eine Bank und rotes Licht.

    Wünsch dir was

    Nachdem am Kottbusser Tor 2023 bereits eine Polizeiwache eingerichtet wurde, im Februar 2025 eine “Waffenverbotszone” im und um den Görli ausgewiesen wurde, im Juni 2025 die Baumaßnahmen für eine nächtliche Schließung des Görlitzer Parks begonnen haben und der Görli sowieso schon seit Jahren als Gefahrengebiet und „Deutschlands schlimmster Drogenpark“ gelabelt wird, jetzt also auch noch Kameras und Auswertung per KI: der Görlitzer Park wird zum feuchten Traum und Versuchslabor rechter und neofaschistischer Überwachungsfantast*innen.

    Dass all die repressiven Maßnahmen zuvor nichts gebracht und sich die sozialen Konflikte vor Ort weiter zugespitzt oder allenfalls verlagert haben, spielt in der Debatte ebenso wenig eine Rolle wie wissenschaftliche Erkenntnisse und die Meinung von Expert*innen.

    Kriminalitätsbelastete Orte

    Seit Jahren ist der Görli ein sogenannter kriminalitätsbelasteter Ort (kbO): an kbOs hat die Polizei Sonderrechte und darf anlasslos Personen kontrollieren und durchsuchen: so verschafft sie sich selber eine rechtliche „Legitimation“ für Racial Profiling und produziert weiter fleißig Zahlen für die eigene Statistik, mit der wiederum der kbO und weitere Maßnahmen legitimiert werden. 

    Öffentliche Beteiligung oder demokratische Kontrolle? Fehlanzeige. (Mehr Infos hier)

    Kotti-Wache

    Am 15. Februar 2023 wurde eine neue Polizei-Wache am Kottbusser Tor (“Kotti-Wache”) als persönliches Prestige-Objekt und auf Betreiben der sPD-Innensenatorin Spranger eröffnet. Wie von vielen aus dem Kiez erwartet gibt es keine unmittelbaren Effekte -außer, dass Polizeifahrzeuge im Weg rumstehen und öffentliche Flächen blockieren. Die Delikte in der Kriminalitätsstatistik haben nicht ab- sondern zugenommen und Vorfälle haben sich in die Nebenstraßen verlagert, ein klassischer Verdrängungseffekt für schlappe drei Millionen Euro. Polizeibeamte sitzen die meiste Zeit in der Wache rum, Anwohner*innen wurden selbstverständlich nicht an dem Prozess beteiligt. (Mehr Infos hier)

    Zaun um den Görli

    CDU-Bürgermeister Kai Wegner will „den Kriminellen“ den Görlitzer Park entreißen und den “Anwohner*innen und Familien” zurückgeben -und baut deshalb einen Zaun um den Park und will ihn nachts und bei Bedarf schließen.

    Vor dem Hintergrund einer jahrelangen Medienkampagne wird im Rahmen eines (Un-)Sicherheits- und Angst-Diskurses an den zweifelsohne vor Ort bestehenden sozialen Konflikten vorbei entschieden (ganz zu schweigen von einer Einbindung lokaler Akteure) und stattdessen auf populistische Symbol-Politik gesetzt.

    Dass Anwohner*innen und Familien den Görli bereits nutzen, ein Zaun nicht gegen Armut, Drogenhandel, Obdachlosigkeit, Drogenkonsum oder Gewalt hilft, spielt keine Rolle, ebenso wenig wie die fehlenden Fakten, die der Bürgermeister zur Begründung seines Vorgehens präsentierte. Mehrfach wurden seine Aussagen als Lügen enttarnt. (Mehr Infos hier)

    Im verhassten links-alternativen Kreuzberg soll nun ein weiteres Exempel seiner Law-&Order-Politik statuiert werden – die Anwohner*innen werden mit den durch Verdrängung in die Wohngebiete verursachten Problemen mal wieder alleine gelassen. Die meisten wissen: Der millionenschwere Zaun löst kein einziges Problem – das Geld wäre besser in sozialen Hilfen für von Armut Betroffene, psychisch Belastete oder die Drogenhilfe angelegt. (Mehr Infos hier)

    Messerverbotszonen

    Seit dem 15. Februar 2025 gelten in Berlin der Görlitzer Park, das Kottbusser Tor und der Leopoldplatz als Waffenverbotszonen. Das Mitführen von Messern und anderen „Waffen und waffenähnlichen Gegenständen“ (dazu zählt auch Pfefferspray) kann dann mit bis zu 10.000€ Strafe geahndet werden. Warum der Görlitzer Park eine Waffenverbotszone werden soll, bleibt unklar: laut Zahlen der Polizei wurden im Zeitraum Juli 2023 bis Juni 2024 nur knapp über drei Prozent aller Straftaten im Görlitzer Park mit Messern oder anderen Waffen begangen. Ohnehin finden 90 Prozent aller von der Polizei benannten Straftaten im kbO Görlitzer Park/Wrangelkiez außerhalb des Görlis statt (Quelle). Es gibt auch keine wissenschaftliche Studie zur Wirksamkeit von Waffenverbotszonen, Expert*innen bezweifeln die Wirksamkeit. (Mehr Infos hier)

    Kameraüberwachung & KI

    Als i-Tüpfelchen der CDU-SPD-geführten Law-&-Order-Kampagne soll jetzt berlinweit an kbOs auf Videoüberwachung in Verbindung mit einer auf künstliche Intelligenz basierten Auswertung der Daten gesetzt werden. Durch die Anwendung von KI soll das Verhalten von Personen und Personengruppen schnell erkannt werden und die Polizei schnell eingreifen können. Datenschutz scheint eine untergeordnete Rolle zu spielen und warum dieses Vorhaben funktionieren sollte, bleibt unklar: keine KI erkennt, ob es sich um kämpfende/aggressive oder tanzende Personen handelt, irrationales Verhalten von Menschen in psychischen Ausnahmesituationen lässt sich nicht mit logischen und rationalen Rechenvorgängen vorhersagen. Ohnehin führt der Einsatz von nur unzureichend im Umgang mit Traumata, psychisch kranken und auffälligen Personen ausgebildeten Polizist*innen immer wieder zu vermeidbaren Eskalationen. Immer wieder wird von Expert*innen und Wissenschaftler*innen darauf hingewiesen, dass KI bestehende Diskriminierung wie Rassismus und Stigmatisierung von Suchtkranken weiter verstärkt. (Mehr Infos)

    Anwohner*in haben bereits im Dezember 2022 in einem Offenen Brief die Überforderung im öffentlichen Raum beschrieben und ganz andere Lösungen als “predictive policing” eingefordert -leider wurden sie ignoriert

    … wie weiter?

    Nach kbO, Polizeiwache, Zaun und Waffenverbotszone ist das Maßnahmenpaket mit KI-gestützter Videoüberwachung also perfekt. Ach Moment, laut AfD fehlt eine Polizeiwache im Görli und drohnen- und wärmebildgestützte Überwachung aus der Luft…

    Menschenrechte!

    Was für ein Armutszeugnis und was für eine Bankrotterklärung, denn funktionieren wird das alles nicht: die Polizei ist nicht dazu da, Armut zu bekämpfen und soziale Konflikte werden nicht durch populistische Symbol-Politik beseitigt.

    Alle Versuche repressiver Strategien der letzten 15 Jahren im und um den Görlitzer Park haben nicht funktioniert und allenfalls zu einer Verlagerung von “unerwünschtem Verhalten” geführt.

    Dass die lokale Bevölkerung in einer gigantischen 1984-Bubble leben muss, wird ausgeblendet.

    Dass die Kieze mit den sozialen Konflikten mal wieder alleine gelassen werden, wird ignoriert.

    Dass die Menschenwürde und das Recht auf Gesundheit sowie soziale Teilhabe von Drogenkonsument*innen, Obdachlosen, Geflüchteten, psychisch Kranken und anderen marginalisierten Gruppen vollkommen auf der Strecke bleiben und diese Personengruppen ausschließlich als Bedrohung der Sicherheit (von wem eigentlich? Der Mittelschicht?) gesehen werden, ist absolut bedenklich.

    Massive Gentrifizierungsprozesse, wie sie im Wrangelkiez zu beobachten sind, verstärken diese Entwicklungen und rücken die Sicherheit für einkommensstarke (zukünftige) Bewohner*innen in den Fokus und blenden den Rest aus.

    Alle zusammen gegen den Faschismus!

    Insbesondere in Zeiten mit starken rechtspopulistischen  und rechtsextremen politischen Strömungen, in denen ein Wiederaufleben neofaschistischer Ideen gar nicht mehr so unwahrscheinlich oder weit entfernt erscheinen, werden Überwachungstechniken ohne mit der Wimper zu zucken eingesetzt und genutzt. Diese Maßnahmen komplexer (totalitärer?) Überwachung und Kontrolle sind brandgefährlich. Das zeigt aktuell ein Blick (nicht nur) in die USA.

    Solidarische Kieze!

    Umso wichtiger ist es, den Zusammenhalt in der Nachbarschaft und im Kiez zu stärken und solidarische Kieze aufzubauen, um diesen repressiven und ausgrenzenden Strategien gemeinsam zu begegnen und sie wieder rückgängig zu machen -sei es auf politischer Ebene oder in der Praxis.

    Schluss mit Populismus und Symbol-Politik! Soziale Lösungen für soziale Konflikte.

    Wrangelkiez United!, Juli 2025

  • Law-&-Order-Wahn statt nachhaltige Lösungen am Görlitzer Park

    Werbeplakat an einer Bushaltestelle: 'Gesucht: Zaundemonteur*in (d/w/m) – Rassistische Bauprojekte angreifen!'

    Die Zahlen zeigen es erneut: Kriminalität findet tagsüber und außerhalb des Görli statt, eine nächtliche Schließung wird also nichts bringen.

    Der Zaun & die Tore sollen trotzdem bleiben, egal was die Evaluation ergibt.

    Dafür das Aus für soziale Projekte im und um den Görli und zusätzlich massive Kürzungen im sozialen Bereich.

    Als Sahnehäubchen ist dafür noch eine Kamera-Überwachung inklusive KI-basierter Auswertung geplant.

    Das wird aber alles nicht funktionieren und wie zahlreiche Expert*innen sagen, zu einer Verdrängung von sozialen Konflikten in die Wohngebiete führen.

    Schluss mit Symbolpolitik, wir wollen nachhaltige Lösungen.

    • Wir wollen 24/7 Aufenthalts- und Konsumräume mit angegliederten Hilfsangeboten für Drogenkonsument*innen!
    • Wir wollen Wohnungen für obdachlose Menschen!
    • Wir wollen, dass Menschen in Asylverfahren eine Arbeitserlaubnis erhalten, damit sie sich Perspektiven schaffen können!

    Wir wollen soziale Lösungen für soziale Konflikte statt Repression und Law-&-Order!

    Der Görli bleibt auf!

    #DieRegierungStürzen

  • Kiezrundgang!

    Ankündigung „Kiezrundgang & Baustellenbegutachtung“, Sonntag 7. September 2025, 18 Uhr, Wrangel Ecke Falckenstein, über Foto mit Schriftzug „Der Görli bleibt auf!“ auf dem Asphalt.

    Soziale Projekte vor dem Aus, aber der Zaun bleibt.
    Warum das Quatsch ist, was die Probleme und Konflikte sind, mit denen Anwohner*innen konfrontiert sind, welche Lösungen sinnvoll wären und was unsere Proteste gegen die neue Phase in der Zaun-Posse sein werden, besprechen wir direkt vor Ort.
    Kiezrundgang & Baustellenbegutachtung: Sonntag, 7. September, 18 Uhr Wrangelstraße Ecke Falckensteinstraße