Autor: admin

  • Antifaschistische Stadtversammlung

    Plakat „Antifaschistische Stadtversammlung“ von Widersetzen: 16.06., 18 Uhr im Görlitzer Park, mit Demofoto im Hintergrund

    Kommt mit uns zur antifaschistischen Stadtversammlung am kommenden Dienstag ab 18 Uhr im Görli.

    Wir werden dort mit einem Infostand vertreten sein und beteiligen uns an den Diskussionen.

    Wir wollen uns vernetzen und gemeinsam klare Kante zeigen. Rassistische Hetze, Hass und Gewalt – Antifeminismus, Demokratie- und Gewerkschaftsfeindlichkeit dürfen nicht Normalität werden. Wir laden ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis ein.

    Es ist Zeit eine breite antifaschistische und antirassistische Bewegung aufzubauen!

    Es gibt eine Bühne, Musik, Theater und tolle Redner*innen. Wir haben Zeit und Platz für viele Stände, Grußworte und Vernetzung. Es geht um Rassismus und Gefahren durch die AFD; den Alltag von Azubis und warum es unser Recht ist, sich Nazis in den Weg zu stellen. Wir hören, was in Erfurt am 4./5. Juli passieren wird.

    Dienstag, 16. Juni, 18 – 22 Uhr am Pamukkale im Görlitzer Park

  • Der Görli bleibt auf!

    Wir haben vor dem Verwaltungsgericht gewonnen, Details folgen in Kürze!

    Heute Abend Party im Görli, 20 Uhr in der Kuhle!

    Update 01.06.2026, 16:00 Uhr:

    Verwaltungsgericht stoppt Görli-Schließung: Schwere Niederlage für den Berliner Senat

    Das Verwaltungsgericht Berlin hat die aufschiebende Wirkung der Klage von fünf Anwohnenden gegen die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks wiederhergestellt. Der Beschluss bedeutet, dass die Schließung des Parks vorerst nicht vollzogen werden darf.

    Das ist eine Klatsche für den Senat!

    Das Gericht macht deutlich, dass der Senat den Bezirk zu einer Maßnahme angewiesen hat, die damals offensichtlich rechtswidrig gewesen wäre. Statt rechtsstaatlich zu handeln, wurde versucht, politische Symbolpolitik mit aller Macht durchzusetzen.

    Das Verwaltungsgericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Senatsverwaltung den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bereits im Frühjahr 2024 zur Umsetzung einer nächtlichen Schließung angewiesen hatte, obwohl die dafür erforderliche gesetzliche Grundlage damals noch gar nicht existierte. Die spätere Änderung des Grünanlagengesetzes könne diesen Fehler nicht ausbügeln.

    Das Bündnis sieht sich zugleich durch die inhaltliche Kritik an der Schließung bestätigt. Zwar musste das Gericht über die Rechtmäßigkeit der aktuellen Schließungsregelung nicht abschließend entscheiden. Dennoch sprechen aus Sicht des Bündnisses weiterhin gewichtige Gründe gegen die Maßnahme.

    Der Beschluss beruht auf einem formellen Fehler des Senats. Zugleich spricht viel dafür, dass die Schließung auch nach der neuen Rechtslage rechtswidrig ist. Die Maßnahme ist insbesondere unverhältnismäßig. Niemand bestreitet, dass es Konflikte im und um den Görlitzer Park gibt. Eine nächtliche Schließung löst diese Probleme aber nicht, sondern verlagert sie lediglich in die umliegenden Straßen und Kieze. Der Senat sollte deshalb gar nicht erst versuchen, das Verfahren neu aufzusetzen.

    Der Beschluss entfaltet sofortige Wirkung. Der Görlitzer Park muss daher bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache oder bis zu einer anders lautenden Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts im Eilverfahren geöffnet bleiben.

  • Kriminologisches Gutachten: Görli-Schließung rechtswidrig!

    Plakat auf grünem Grund vor Zaun-Grafik: „Gutachten zeigt: nächtliche Schließung rechtswidrig!“ Logo Bündnis Görli Zaunfrei.

    Ein kriminologisches Gutachten von Prof. Dr. Roland Hefendehl vom renommierten Institut für Wirtschaftsstrafrecht und Kriminologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau bestätigt unsere Kritik an der nächtlichen Schließung des Görlitzer Parks: der Senat konnte durch die vorgelegten Zahlen weder hinreichend belegen, dass der Görli ein kriminalitätsbelasteter Ort ist, noch dass es dort zu einer gesteigerten Kriminalitätsbelastung in der Nacht kommt. Dass die vom Senat dem Gericht zur Verfügung gestellten Zahlen zahlreiche Ungenauigkeiten und Widersprüche aufweisen sowie unzureichend sind, überrascht uns nicht. Die Kriminalitätsbelastung ist in den letzten beiden Jahren deutlich zurückgegangen und kann eigentlich nur mit faulen Tricks als Schließungsgrund angeführt werden. Zudem verfolgt eine Maßnahme, die Kriminalität nicht beseitigt, sondern nur räumlich verschiebt, keinen rechtlich legitimen Zweck. Wir sehen deshalb der anstehenden Entscheidung des Verwaltungsgerichts optimistisch entgegen und hoffen, dass schnellstmöglich der Görli wieder rund um die Uhr geöffnet sein wird.

    Als Bündnis Görli zaunfrei haben wir zusammen mit den Kläger*innen gegen die nächtliche Schließung des Parks das „Gutachten zu den Voraussetzungen eines kriminalitätsbelasten Ortes“ von Prof. Dr. Roland Hefendehl in Auftrag gegeben. Es ist Teil der Replik der Kläger*innen auf die Klageerwiderung des Senats.

    Die Klageerwiderung des Senats war in mehrfacher Hinsicht extrem dünn. Wir können uns nicht vorstellen, dass das Verwaltungsgericht dieser Sicht folgt. Auch die kürzlich veröffentlichen neuen Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung zeigen: Der Zaun und die Schließung haben keinerlei positive Wirkung, im Gegenteil. Gerade im Reichenberger-Kiez, der in der neuen Kriminalitätsstatistik offenbar bewusst ausgeklammert wird, sind die Probleme spürbar größer geworden. Dass Polizei und Senat jetzt mit viel Trickserei versuchen einen Erfolg zu konstruieren, um weiter an ihrer Erzählung festhalten zu können, ist abenteuerlich und grenzt an Realitätsverweigerung. Uns Nachbar*innen, die wir tagtäglich erleben, wie sich durch die Problemverdrängung die Lage zuspitzt, weismachen zu wollen, dass der Zaun eine tolle Idee sei, ist bizarr.

    Zum weiteren Ablauf des Verfahrens

    Nach der Klageerwiderung des Senats vom 15. April und unserer Replik darauf vom 30. April, hatte der Senat bis zum 22. Mai Zeit eine weitere Stellungnahme abzugeben. Nun wird das VG über den Eilantrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung entscheiden und wir rechnen Anfang Juni mit einem Urteil. 

    Sollte das VG unserer Argumentation folgen, müsste der Görlitzer Park sofort wieder rund um die Uhr geöffnet bleiben. Und das werden wir dann natürlich gebührend mit allen Nachbar*innen im Park feiern.

    Zentrale Feststellungen aus dem Gutachten von Prof. Dr. Roland Hefendehl

    1. Die Senatsverwaltung hat in ihrer Klageerwiderung keinen hinreichenden Nachweis eines kriminalitätsbelasteten Ortes erbracht und ist ihrer Darlegungslast nicht gerecht geworden. Ein solcher Nachweis kann unter den derzeitigen Bedingungen der nächtlichen Schließung des Görlitzer Parks auch nicht mehr erbracht werden. Denn die erforderlichen Daten können nur bei einem geöffneten Park erhoben werden.

    2. Ein kriminalitätsbelasteter Ort verlangt eine räumliche Präzisierung eines strukturell weitgehend homogenen Bereichs. Zudem kommt es darauf an, dass die Personen in einem bestimmten Gebiet jeweils mehr relevante Straftaten begehen als in einem anderen. Schließlich muss die gesteigerte Kriminalitätsbelastung im      Zeitpunkt der jeweiligen Maßnahme vorliegen. Diesen Nachweis konnte der Senat nicht erbringen.

    3. Eine Wiedereröffnung des Parks ist alternativlos. Nach der Öffnung wäre bei einem Interesse des Senats, den fehlenden Nachweis eines kriminalitätsbelasteten Ortes zu erbringen, eine zeit- und kostenaufwendige sog. kriminologische Regionalanalyse zu veranlassen.

    4. Die vom Senat vorgelegten Zahlen weisen zahlreiche Ungenauigkeiten und Widersprüche auf. Sie verlieren zudem die normative Grundlage in Gestalt der „Straftaten von erheblicher Bedeutung“ teilweise aus dem Auge.

    5. Die Beurteilung, ob ein kriminalitätsbelasteter Ort vorliegt, kann nicht allein auf polizeiliche Verdachtszahlen gestützt werden, die regelmäßig den erheblicheren Vorwurf zugrunde legen und somit eine Tendenz zur Verzerrung haben. Sie müssen zudem die ggf. gesteigerte Kontrolldichte einbeziehen. Schließlich ist zu      untersuchen, ob sich ggf. die Anzeigebereitschaft verändert hat.

    6. Bereits die Ankündigung des Senats, den Park umzäunen und abschließen zu wollen, hat einen sog. politisch-publizistischen Verstärkerkreislauf angekurbelt, bei dem eine, die Zustände im Görlitzer Park skandalisierende, Medienberichterstattung politische und polizeiliche Maßnahmen forcierten, die wiederum scheinbar das Problem bestätigten.

    7. Das vom Senat vorgebrachte Argument, die Schließung diene der Wiederherstellung des gestörten Sicherheitsgefühls, bleibt ohne jede empirische Fundierung und lässt von der Schließung vollkommen unabhängige, aber für das Gefühl von Unsicherheit relevante Variablen wie eine prekäre Situation der Menschen außen vor.

    8. Bei der Parkschließung handelt es sich um eine Maßnahme der sog. situativen Kriminalprävention. Sie blendet notwendigerweise die Ursachen von Kriminalität aus und kann damit nichts zu einer langfristigen gesellschaftlichen oder auch nur sicherheitsrelevanten Verbesserung beitragen. Zudem impliziert eine derartige Maßnahme das manifeste Risiko von Verdrängung.

  • 27. Kiezrundgang

    Ankündigung „Kiezrundgang“, Sonntag, 7. Juni 2026, 18 Uhr, Wrangel Ecke Falckenstein, über einem Weg mit dem Schriftzug „Der Görli bleibt auf!“

    Zwischenfazit: nächtliche Schließung und Zaun funktionieren nicht! 

    Die Klage gegen die Schließung läuft und könnte im Juni bereits zu einer ersten gerichtlichen Entscheidung führen. Bis dahin ist die mediale Berichterstattung von Verdrängungseffekten und gestressten Anwohner*innen, Sabotage-Aktionen, Löchern im Zaun und allerlei anderem Schabernack geprägt.

    Warum die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks populistische Symbolpolitik ist und was nachhaltige Lösungen wären, besprechen wir beim 27. Kiezrundgang.

    Wrangel Ecke Falckenstein, 18 Uhr (Dauer ca. 90 Min., keine Anmeldung erforderlich)

  • We proudly present: KiezKalender!🔥

    Screenshot der Website „KiezKalender“ mit Terminübersicht und Kalendereintrag „Wo ist die Lücke?“ am 20. Mai.

    Ein Nachbar hatte die Idee, alle Termine rund um den Görli mal etwas zu bündeln und hat deshalb den KiezKalender programmiert! 😎

    Praktischerweise lassen sich die Termine in deinem persönlichen (Outlook, Timely oder sonstwas) Kalender integrieren (=abonnieren). 🧐

  • Flick & Pfusch am Zaun

    Nahaufnahme eines Metallgitterzauns mit Kabelbindern an den Spitzen, dahinter ein Kiesweg.

    … wow: sehr professionelle, nachhaltige und vandalismussichere Reparatur des Zauns mit KABELBINDERN!
    🤡
    Die Firma scheint das Projekt “Görli-Zaun” schon selbst aufgegeben zu haben…

  • Wo ist die Lücke?

    Veranstaltungsplakat „Wo ist die Lücke?“ – Ideenworkshop zum Görli am 20. Mai 2026, 18–20 Uhr in der Begegnungsstätte Falckensteinstraße

    Deine Ideen für den Görli und die umliegenden Kieze!

    Unser Kiez ist ein Ort für Begegnung und Gemeinschaft – aber auch geprägt von Herausforderungen wie Ausgrenzung und Unsicherheit. Viele aktuelle Maßnahmen setzen auf Kontrolle und Repression.
    Das Bündnis „Görli zaunfrei“ arbeitet deshalb an einem Konzept für solidarische Lösungen im Kiez und möchte gemeinsam mit euch andere Wege in den Blick nehmen: Was braucht es wirklich für ein gutes Zusammenleben im Kiez?

    Das erwartet dich
    Bring deine Perspektive ein und diskutiere mit Anwohnenden, Initiativen und Projekten:
    • Was läuft gut – was fehlt?
    • Was wünschst du dir für den Görli und die umliegenden Kieze?
    • Was sollte sich verändern?

    Gemeinsam entwickeln wir Ideen für ein solidarisches Miteinander.

    Komm vorbei und bring deine Perspektiven ein!

    Mittwoch, 20. Mai, 18 – 20 Uhr, Einlass ab 17:30 Uhr

    Begegnungsstätte Falckensteinstraße
    Falckensteinstraße 6
    10999 Berlin

    Veranstaltet von: Gemeinwesenarbeit Reichenberger Kiez & Görli zaunfrei

  • Heraus zum 1. Mai!

    Grafik „Heraus zum 1. Mai“: Programm mit Diskussion im Görlitzer Park, Infostand Mariannenplatz, Treffen Johanna-Platz und Demo gegen den Görli-Zaun am O-Platz.

    Hier sind wir heute mit Beiträgen, Infoständen und unseren schicken Soli-Shirts zu finden.

    Der Görli bleibt auf!

  • Zaun-Wahnsinn

    Ein Sicherheitszaun um den Görlizaun, von einer Sicherheitsfirma bewacht, die von der Polizei beschützt wird… Kannste dir nicht ausdenken!
    Trotzdem kam es laut Tagesspiegel in der Nacht auf Donnerstag wieder zu Sabotage…

    Grüner Bauzaun mit Sichtschutz entlang eines Gehwegs unter Bäumen, mit Firmenschild „tetris“.